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Merle-Faktor

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  • Merle als Defekt-Gen

Die tiermedizinischen Wissenschaftler Neumann und Frese schreiben zum Grund, warum der Merle-Faktor zum Streitpunkt zwischen Erbgenetikern und Züchtern dieser Farbschläge geworden ist: Bei reinerbigen Trägern des Merkmals können unterschiedliche Missbildungen auftreten. Bei reinerbigen Weisstigern können, in unterschiedlicher Form und Häufung, Missbildungen des Auges und des Innenohrs auftreten, die bis zur völligen Taubheit gehen können.

Der artige Tiere können in der Entwicklung hinter Wurfgeschwistern zurückbleiben, eine verminderte Lebensfreude zeigen und unter Umständen vor der Geschlechtsreife sterben. Die Gefahr des Auftretens reinerbiger Merkmalsträger besteht bei der Verpaarung zweier mischerbiger Elterntiere. Dieses Risiko wurde von einigen Züchtern in Kauf genommen, da gesunde reinerbige Welpen aus solchen Paarungen bei der Kreuzung mit Nicht-Merkmalsträgern Nachkommen mit aussergewöhnlicher Farbzeichnung erzeugen sollten.

Der Genetiker Wilhelm Wegner weist in seinem Buch "Kleine Kynologie" (1995) auf "neuere Untersuchungen, die über Missbildungen durch Merle-Faktor zurückzuführen sind: "Elf Tigerteckel mit einem Aufhellungsgrad der Körperoberfläche von 50 Prozent und mehr zeigten ein- oder beidseitig, jedoch in variabler Manifestation, schwerste Augenanomalien.

Diese Befunden wurden bei Wegner und Reetz 1975 und Dausch und Mitarbeiter 1977 dokumentiert und als klare Gendosiswirkung des unvollkommen dominanten Merlefaktors M interpretiert.

Doch nicht allein Schadwirkungen des Merlefaktors auf Augenstrukturen fanden in diesen Untersuchungen ihre Bestätigung. In Tests auf Hörfähigkeit bei jenen Tieren zeigte sich, dass nicht weniger als 55 Prozent der Weisstiger und 37 Prozent der "normalen" Tigerteckel mit Hörverlusten geschlagen waren, die zum Teil an Taubheit grenzten. An verstorbenen Welpen dieser Merle-Kolonie wurden schwerste Innenohrveränderungen festgestellt und zugleich eine generell heraufgesetzte Jungtiersterblichkeit.

Dies wird auch von wenigen Züchtern zugegeben.

Neben den genannten Symptomen und den angeführten Einbussen männlicher Fertilität (Fruchtbarkeit) ist ferner die bei etwa der Hälfte dieser Tiger und Weisstiger ermittelte Störung des Schwimmvermögens bedeutsam. Einige dieser Tiere mussten nach kurzer Zeit aus dem Wasser gezogen werden, da sonst die Gefahr des Ertrinkens durch Gleichgewichtsstörungen bestanden hätte.

Es gibt keine klaren Grenzen zwischen rein- und mischerbigen Tieren.

Das heftige pro und Contra in einschlägigen Züchterkreisen über die zu treffenden Massnahmen zur Verhinderung der genannten "Gesundheitsstörungen" zeigt, dass man sich offenbar vielfach nicht darüber klar ist, dass in diesen Rassen mit einem Defektgen gezüchtet wird. Hier gibt es nur eine ethische Alternative: Die völlige Aufgabe des Züchtens mit dem Merle-Faktor.

Es existieren genug andere Scheckungs- und Sprengelungsgene bei Hunden, die nicht mit Defektgenen gekoppelt sind und eine vergleichbar prächtige Zeichnung erzeugen würden."

©Rainer Brinks 2001

 

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Lüddes Welpen sind da ...

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